Monatsspruch Mai 2026
- Uta Baumfelder
- vor 24 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Liebe Schwestern und liebe Brüder!
Auch im Monat Mai dauert die schöne Osterzeit noch an, zumindest bis zu Christi Himmelfahrt. Der Wonnemonat Mai ist eine Zeit der Freude und der Liebe. Wonnemonat ist abgeleitet von dem althochdeutschen Wort „Weidemonat“, denn im Mai wurde das Vieh auf die Weide getrieben. Ein Labsal für die Tiere nach den langen Wintermonaten im engen, dunklen Stall. Die Natur ist erwacht. Sie erfreut uns mit Vogelgesang und einer blühenden Natur. Alles ist auf Anfang gestellt. Es ist ein glücklicher Monat für alle Geschöpfe auf Erden.
Heinrich Heine schreibt:
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.
Der Mai mit aller seiner Pracht und Herrlichkeit möchte auch uns Menschen ganz besonders ansprechen. Können wir uns berühren lassen? Können wir Kraft und Hoffnung neu erfahren? Oder drücken uns die ewigen Sorgen weiterhin nieder? Können wir in diesen unsicheren Zeiten überhaupt noch das Gute und Schöne sehen? Kriege und Krisen dauern weiter an. Die Energiepreise erreichen utopische Zahlen. Politische Machthaber malen uns fast täglich Szenarien aus, die uns in Angst und Schrecken versetzen. Der Klimawandel verunsichert uns. Aber auch unsere eigenen Sorgen und Probleme wollen einfach nicht weichen.
Nun ist uns mit dem Monatsspruch für Mai ein gutes Wort gegeben. Aus dem Brief an die Hebräer stammt der Vers: „Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seelen.“ Die Hoffnung soll sich in uns fest machen, so wie ein Schiff den Anker auswirft, um sich im Untergrund festzuhalten. Oder wie ein Baum sich selbst durch Gestein hindurch seine Wurzeln gräbt, damit er nicht fällt, sondern den Stürmen widerstehen kann.
Worauf gründen wir nun aber unsere Hoffnung? Ostern haben wir von dem großen Wunder gehört, dass Gott für uns getan hat. Jesus ist auferstanden von den Toten. Mit seinem Tod am Kreuz hat er alle unsere Schuld auf sich genommen, damit wir nicht mehr fern, sondern ganz nah bei Gott sein können. Und so wie Jesus auferstanden ist und lebt, so sollen auch wir leben. Hier auf dieser wunderschönen Erde und wenn unsere Tage hier zu Ende sind, mit ihm und bei ihm im himmlischen Reich. Solcher Hoffnung können sich die Christen rühmen. Christus ist der Anker, an dem ich festhalten kann. Und Gottes Wort die Ankerkette. Ein Glied greift in das andere. Gottes Wort wird nur verständlich, wenn ich es in mich hineinlasse. Wenn ich es lese oder im Gottesdienst erfahre. Oder wenn ich mich in der Gemeinschaft mit den anderen austausche. Hoffnung auf Gottes guten Weg für mich und auf seine Liebe, diese Erfahrung wünsche ich Ihnen von ganzen Herzen.
Ihre Uta Baumfelder







