Monatsspruch August 2026
- Uta Baumfelder
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.
Liebe Schwestern und Brüder!
Der Monat August verspricht uns noch einmal Sonne und Wärme in Fülle. Genießen wir es und freuen uns an den vielen Dingen, die für uns bereit sind. Im Garten werden die Früchte unserer Arbeit reif und wollen konsumiert oder konserviert werden. Leuchtend rote Tomaten und Kürbisse, Gurken, Bohnen - alles was das Herz begehrt. Wunderschöne Blütenpracht, wohin das Auge schaut. Alles, damit wir uns freuen und dankbar sein können. Vielleicht planen wir auch noch ein paar Ausflüge oder einen Urlaub, damit unser Wohlbefinden Aufschwung bekommt.
Ja wir haben alles in Fülle und meist im Überfluss. So kennen wir das, so sind wir das gewohnt von Kindesbeinen an. Und so soll es auch mindestens bleiben. Denn bereits unsere Eltern und Großeltern konnten etwas vom Leben im Überfluss erhaschen. Wir sind mit stetigem Wirtschaftswachstum und dem Anschein der Unendlichkeit unserer Rohstoffe vertraut. Wir meinten, dass unser Leben immer besser und schöner wird, weil sich unser Konsum immer weiter gesteigert hat. Und wir dachten, dass genau das auch auf der ganzen Welt möglich sein muss, wenn wir es richtig anpacken. Aber es hat nicht funktioniert. Die Schere zwischen arm und reich ist immer weiter auseinander gegangen. Unser Reichtum speist sich aus der Armut der Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika. Kriege kamen uns nah und machten uns bewusst wir zerbrechlich all das werden kann, was wir uns an materiellen Dingen erarbeitet haben. Andere kamen zu uns und wollten auch ein Stück vom Kuchen abhaben und unser Entsetzen hat sich bis heute nicht gelegt. Die materielle Fülle in der Welt scheitert an den Ressourcen, weil immer mehr Menschen eine gerechte Verteilung brauchen.
Bei Jesus heißt Fülle nicht schneller, höher, weiter. Er blickt auf das, was hinter Reichtum und Sattsein steckt. Er schaut auf die Trauernden, die Traurigen, die Gescheiterten, die Kranken und die Sterbenden. Jesus ist der gute Hirte, wie er von sich selbst sagt. Er kennt dich und mich und möchte, dass es uns gut geht. Das Bild vom guten Hirten ist uns vielleicht bekannt. Der Hirte, der sich Tag und Nacht um die Seinen kümmert. Der sich aufmacht und denjenigen sucht, der abhanden gekommen ist. Weil er ein liebender Hirte ist. Weil er sein eigenes Leben gibt für die ihm Anvertrauten. Uns fehlt es zunehmend an Sicherheit und auch am Überfluss. Aber Jesus ist gekommen, um Trost zu spenden, um Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit, um Toleranz und um Menschenliebe vorzuleben. Können wir das noch begreifen und Raum in unserem Leben geben?
Denn dann könnte unser Leben sich ganz ausfüllen, so wie es Gott für uns vorgesehen hat. Dann würde sich unser Leben nicht mehr nur um Besitztum, Absicherung und Vorteile verschaffen drehen. Dann wäre ich nicht das Wichtigste, sondern mein Nachbar. Dann brauchte ich nicht um mich Sorgen zu machen, weil sich Gott bereits um mich sorgt. Dann müsste ich mich nicht mehr strikt von meinem Widersacher abwenden, weil ich ihm bereits vergeben habe. Dann würde mein Blick frei und ungetrübt und ich könnte mit Gelassenheit dem morgigen Tag entgegen sehen.
Ich wünsche Ihnen von Herzen eine wundervolle Zeit!
Ihre Uta Baumfelder










