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Gedanken zum Monatsspruch Januar 2026

  • Manuela Schmidt
  • 4. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Gedanken zum Monatsspruch Januar 2026

„Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft“


Liebe Schwestern und liebe Brüder,


„alle Jahre wieder“...nein, damit meine ich diesmal nicht das bekannte Weihnachtslied. Sondern das, was ganz viele Menschen zum Jahreswechsel tun: Sich Dinge für das kommende Jahr vornehmen. Der Eine will endlich aufhören mit rauchen, der Nächste soundso viele Kilos abnehmen und der Dritte auf Schockolade verzichten. Einige können das auch noch eine Zeitlang nach dem ersten Januar durchhalten, doch andere merken schon nach kurzer Zeit: „Der innere Schweinehund ist doch stärker.“


Alles in allem merken wir: Die Gewohnheiten abzugelegen, Neues im täglichen Ablauf einzubauen oder auf die ein oder andere, liebgewohnene Seelentröstung zu verzichten, fällt doch arg schwer. Und so gibt es wohl kaum Jemanden unter uns, der ein zum Jahreswechsel selbst „verordnetes“ Vorhaben über Monate, Jahre oder gar für immer beibehält.


Von einem Vorsatz der ganz anderen Art hören wir im Monatsspruch für den Monat Januar. Dieser ist kein typischer Jahreswechsel-Vorsatz. Er steht im fünften Buch Mose: „Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft“

Dieses 5. Buch des Propheten Mose, auch Deuteronomium genannt, ist voll von Zusagen und auch von Ermahnungen. Mose will das Volk Israel noch einmal an alles erinnern, damit sie auch ja nichts vergessen. Sie sollen sich daran erinnern, was Gott getan hat auf ihrer langen Reise durch die Wüste. Sie sollen sich daran erinnern, was Gott ihnen an Segnungen zugesagt hat. Sie sollen sich daran erinnern, mit wem sie unterwegs waren, sind und auch sein werden: mit dem HERRN, ihrem Gott.


All die Zusagen sind eng verbunden mit der Ermahnung, diesem Gott unbedingt treu zu bleiben, ihn zu ehren und nicht auf die Verlockungen der anderen Völker hereinzufallen.

Doch hierbei geht es nicht allein um blinden Gehorsam. Mose sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben!“ Aber nicht irgendwie sondern voll und ganz. Um das besser verstehen zu können, müssen wir uns die 3 wichtigen Punkte des Verses anschauen:


Mit ganzem Herzen (lebab): Im biblischen Verständnis ist das Herz nicht nur der Sitz der Gefühle, sondern auch des Denkens, Wollens und Entscheidens. Es fordert eine bewusste Ausrichtung des Willens und der Absichten auf Gott.


Mit ganzer Seele (nefesch): Hier ist das gesamte Leben bzw. die Lebenskraft gemeint. Es impliziert die Bereitschaft, Gott mit dem gesamten Sein und notfalls unter Einsatz des eigenen Lebens treu zu bleiben.


Mit ganzer Kraft (me'od): Das hebräische Wort bedeutet wörtlich „Sehrheit“ oder „Vielheit“. Es umfasst alle Ressourcen eines Menschen: physische Stärke, Besitztümer, Zeit und soziale Stellung.


Wir merken: Das ist ne ganz schöne gewaltige Aufgabe, die der Prophet da von den Gläubigen verlangt. Ein unlösbare?


Auch wir Christen heute, tausende Jahre später, stellen uns sicher das eine oder andere Mal die Frage: Wie ist das eigentlich mit meinem Glauben? Bin ich zwar noch in der Kirche Mitglied, aber so wirklich intensiv „glaube“ ich nicht mehr? Oder ist da schon noch so ein Gefühl, dass die Glaubensflamme zwar in mir zwar flackert, aber doch nicht mehr so intensiv wie vor Jahren? Kann ich wirklich sagen, ich liebe Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft?


Vielleicht kann uns dabei auch die Losung für das Jahr 2026 helfen: "Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!". Wir finden sie in Offenbarung 21,5. Sie bildet quasi einen Bogen zur Schöpfungsgeschichte. Als Gott die Welt schuf. Wir merken, Gott ist immer wieder darauf bedacht, seinen Weg mit uns Menschen zu gehen. Auch wenn wir selbst diesen aus den Augen verlieren, uns verirren. Verzetteln im großen Ganzen. Er lässt uns nicht „im Stich“.

Dann merken wir, gerade am Übergang von einem Jahr zum anderen: Manchmal ist es gar nicht so schlimm und schlecht, sich zuerst mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen und dann mit dem, an den man glaubt. Wir sind damit auch nicht allein auf weiter Flur. Sondern Gott wird uns helfen. Immer und immer wieder.


Ich wünsche Ihnen und euch von Herzen einen gesegneten Januar,

eure Manuela Schmidt.


 
 
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